Das sauere Moorbeet  
                                                            Text und Zeichnungen Ernst Epple / Benningen  
     
  Moore sind sagenumwoben und geheimnisvoll  
  Es soll aber nicht länger ein Geheimnis bleiben, dass man sich mit einfachsten Mitteln ein solches Biotop am Teich oder Bachlauf einrichten kann.

Aus dem Verschiedenes den Moortypen habe ich das sauere Hochmoor ausgewählt, da man die Zutaten für ein solches relativ leicht beschaffen kann. So bekommt man den benötigten Schwarztorf, die Kokos - oder Juttematten und vor allen Dingen die Pflanzen beim Wasserpflanzen - oder Staudengärtner, die Styropor  Platten für ein schwimmendes Moorbeete beim Baustoffhandel.

 
     
   Moorbeete am Bach oder Teich  
   Moorbeete am Teichrand oder im Bachlauf sind von ihrem Aufbau der gleich. Man grenzt im flachen Uferbereich die gewünschte Fläche zum Wasser hin mit Steinen ab, die man auf der Innenseite mit Kokos - oder Juttegewebe bedeckt, damit der eingebracht Torf nicht ausgespült werden kann. Die Größe der Fläche hängt natürlich von den Gegebenheiten ab, sie sollte aber nicht weniger als einen halben Quadratmeter betragen, um eine gewisse Anzahl verschiedener Pflanzen ansiedeln zu können. Bei der Auswahl  des Platzes muss man darauf achten, dass auch bei niedrigsten Wasserstand im Teich oder Bach die untere Torfschicht stets Verbindung zum Wasser hat, damit immer eine ausreichende Versorgung der Pflanzen mit Feuchtigkeit gewährleistet ist. Ob sie nun einen sonnigen, halbschattigen oder schattigen  Platz wählen spielt keine große Rolle, denn selbst die sonst schattenliebenden, in der Pflanzeliste empfohlenen Farnarten gedeihen bei der guten Wasserversorgung in solchen Moorbeeten auch in der Sonne.  
     
                                  
                                  
     
   Das schwimmende Moorbeet  
  Schwimmende Moorbeete brauchen einen Auftriebskörper, dem man am einfachsten mit 50 Millimeter starken Styropor-  Platten herstellen kann. Dazu schneidet man die Platten in runde bis ovale Formen zu und legt sie in drei, immer kleiner werdenden Schichten übereinander. Um die Platten gegen verschiedene zu sichern genügt es, einige dünner Holzstäbe (Bambussplitt) senkrecht durch die drei Schichten zu stecken. Auf der untersten Platte sollte ein umlaufender Rand aus Styropor aufgesteckt werden, damit der Torf gegen das Abrutschen ins Wasser gesichert wird. Senkrecht durch die Platten schneiden sie nun einige Löcher mit ca. fünf Zentimeter Durchmesser, in die sie selbstgedrehte  Dochte aus Kokos oder Jutte einziehen. Diese dienen der sicheren Wasserversorgung der oberen Torfschicht. Damit die Styroporplatte nun optisch verschwindet, decken sich das Ganze mit Kokos oder Juttematten ab. Die Matten müssen ca. 20 Zentimeter im Wasser hängen, damit eine Dochtwirkung entstehen kann, die das Moorbeet mit Wasser versorgt. Über diese Matte bringen wir nun eine Schicht von ca. 10-20 Zentimeter ungedünkten Schwarztorf auf, die dann bepflanzt werden kann.