Hosta (Funkie)  
   
  Vor 20 Jahren lag die Anzahl der in Gärtnereien erhältlichen Hosta-Arten und -Sorten unter 10, heute gibt es mehr als 1000 registrierte Sorten. Obwohl von diesen ein großer Teil nur aus Spezialgärtnereien bezogen werden kann, findet eine stetig steigende Zahl von Hosta-Sorten den Weg in die Gärten.
 
 
   
   
 

 

 
  Hosta als Gartenpflanzen  
  An ihrem natürlichen Standort wachsen die Hosta-Arten nicht im tiefen Schatten, sondern an den Rändern von Wäldern, die im Herbst ihr Laub abwerfen, auf einen stehenden Fels und sogar auf freien feuchten Wiesenflächen. Sie sind teilweise im Bewuchs verborgen und benötigen etwas Sonne, um zu blühen und Samen anzusetzen. Sie werden dort nicht als Blattpflanzen gebraucht, sodass ihr Erscheinungsbild nicht wichtig ist. Gärtner, die Hosta als Blattschmuckstauden ziehen, möchten die Blätter gern in ganz frischen Zustand halten.
 Ideale Bedingungen für die meisten Hosta sind gefiltertes Sonnenlicht, sowie hinreichende Feuchtigkeit und Düngung. Volle Sonne und einen trockenen Wurzelballen vertragen alle Hostapflanzen nicht.
Grüne und goldene Hosta-Sorten können mehr Sonne aushalten, solange die Wurzeln nicht zu trocken stehen. Blaue Sorten behalten ihre Färbung aber viel länger in tieferem Schatten.
Sie haben einen  wachsartigen Überzug entwickelt, um das Blatt gegen die Frühjahrssonne zu schützen, bevor sich das Blätterdach der Gehölze bildet.
 Diese Wachsschicht verschwindet, wenn sie nicht länger benötigt wird. Wenn man diese Hosta aber im Schatten von Bäumen und Sträuchern kultiviert, bleibt die blaue Färbung den größten Teil des Sommers erhalten. Das ist die Ursache, warum blaue Hosta im Schatten so viel blauer aussehen.

Einige Hosta-Sorten lassen sich im trockenen Schatten unter der Bedingung ziehen, dass sie eingewachsen sind, Idealerweise gemulcht werden und von Natur aus starkwüchsig sind. Je geringer der Schatten, desto wichtiger ist ein ausreichender Feuchtegehalt des Bodens.
Die Pflanzen werden nicht üppig aussehen, aber einige Sorten werden da noch überraschend gut wachsen, wo andere Pflanzen nicht mehr gedeihen. Unter sehr kühlen Klimabedingungen, wo die Temperaturen selten hoch sind und die Sonne nur schwach scheint, können viele Hosta in offener Lage gezogen werden. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende Bodenfeuchtigkeit.
 Einige sehr dickblättrige Hosta wie Hosta "Sum und Substance" können volle Sonne aushalten. Dies sind aber nur Ausnahmen. Wenn man im Zweifel ist, dann sollte man Hosta in den Schatten pflanzen. Oft besitzt der Garten ein spezielles Mikroklima. Eine große Strauchrose wird zum Beispiel unter ihrem Busch einen halbschattigen, kühleren Platz erzeugen, obwohl sie selbst in der vollen Sonne steht.
Hosta können diese Situation bestens ausnutzen. Hosta" Halcyon" lässt sich wundervoll mit altmodischen rosa und weißen Strauchrosen zusammenpflanzen. Unter den Blättern der Rosen steht dieser Hosta-Sorte relativ im Schatten.
Solange die Sonne im Spätfrühling nicht ungewöhnlich stark scheint, gedeiht Costa  " Halcyon"  ziemlich freudig in mehr Sonne, bis sich das Blätterdach der Rosen geschlossen hat. Aufgrund ihrer vielseitigen Verwendbarkeit ist die Hosta heutzutage zu einer der wichtigsten Blattschmuckstauden geworden.
Hosta können vielseitig im Garten eingesetzt werden: in speziellen Hostabeeten, in schattigen Ecken, am Rande von Teichen, als Bodendecker, auf alpinen Beeten und in Gefäßen.
Sie lassen sich mit ihresgleichen oder in Verbindung mit einer großen Auswahl anderer Pflanzen verwenden, die die gleichen Bedingungen benötigen.